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 EStG § 9a 

Arbeitnehmer Pauschbetrag - Kostenabzug ohne Nachweis

Pauschbeträge haben im Steuerrecht eine sinnvolle Wirkung: Sie vereinfachen das gesamte Verfahren, weil sie einen bestimmten zum Abzug zulassen, ohne Einzelnachweise zu fordern. Damit entfällt das Belegsammeln und Erfassen sowie das Argumentieren, wenn Sachverhalte nicht eindeutig sind. Leider sind die Pauschbeträge meist zu niedrig festgesetzt, um eine wirkungsvolle Vereinfachung im Steuerverfahren herbei zu führen. Zudem werden viele Beträge über Jahre hinweg nicht angepasst, so dass die schleichende Geldentwertung die segensreichen Wirkungen von Pauschbeträgen ständig vermindert.

Als Arbeitnehmer steht Ihnen per Gesetz ein Arbeitnehme-Pauschbetrag in Höhe von 2 000 DM pro Kalenderjahr zu. Dieser Betrag wird Ihnen als Werbungskosten pauschal zugerechnet, gleichgültig, ob Sie tatsächlich Ausgaben in dieser Höhe haben. Das ist zwar angenehm, hat aber zur Folge, dass sich nur die Ausgaben, die über 2 000 DM hinaus anfallen, steuermindernd bemerkbar machen.

Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag steht jedem Arbeitnehmer zu, unabhängig davon, wie lange er arbeitet, ob er Teilzeitarbeit verrichtet oder nur zeitweise im Jahr beschäftigt war. Bei Ehepaaren steht der Betrag jedem Partner zu, sofern er berufstätig ist. Bei Rentnern und Pensionären, denen ein Versorgungsfreibetrag zusteht, wird von den Einnahmen erst dieser Versorgungsfreibetrag abgezogen, dann der Arbeitnehmer-Pauschbetrag.

 

Daneben erkennt die Finanzverwaltung noch weitere Beträge ohne Einzelnachweis bis zu der folgenden Höhe je nach Bundesland an (ohne Rechtsanspruch): 
Arbeitsmittel

200 bis 300 DM

Telefonkosten

bis 150 DM

Kontoführung

30 DM

Fahrten zur Arbeit  
bei einer 5-Tage-Woche bis 230 Tage
bei einer 6-Tage-Woche bis 285 Tage